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Immobilienverkauf & Immobilienmakler

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Baugemeinschaften – im Team zum individuellen Wohntraum

Juni 4th, 2015 · Hausbau

Baugemeinschaften waren noch vor wenigen Jahren weitgehend unbekannt. Den Wohntraum in Eigenregie und gar mit Fremden zu realisieren, erschien eher abwegig.

In den Jahren 1960 – 1980 gehörten möglichst gleichförmige bezahlbare Reihenhaussiedlungen zum Standard. Wer Individualität suchte, gehörte wahlweise zu den Interessenten alter Bauernhöfe oder neu entstehender Lofts in umgewandelten Fabriketagen.

Anfang der 1990er spielten Begriffe wie Individualität und altersgerechtes Wohnen plötzlich eine Rolle.

Den Wunsch nach Individualität setzten einige wenige Bauherren in besondere, meist sehr kostenintensive, Bauprojekte um. Erst langsam boten auch Bauträger oder Institutionen neue Möglichkeiten für individuelle Wohnqualität. Es entstanden die ersten Mehrgenerationenhäuser, Eigentumswohnungen mit gemeinsamen Aufenthaltsbereichen und gemeinschaftliche Gewerbeprojekte.

Die bis dahin meist durch Bauträger erstellten Objekte boten lediglich in der Innenraumgestaltung noch Spielräume. Eine alternative Grundrißgestaltung und ökologische Projekte waren kaum möglich oder gingen mit hohen Kosten einher. Interessenten, die über wenig Kapital verfügten, hatten weiterhin nur die Möglichkeit, auf standardisierten Wohnraum zurück zu greifen.

Vor diesem Hintergrund bildeten sich zunehmend Zweckgemeinschaften, die ihre persönliche Vision eines Wohntraumes umsetzten. Von der ersten Planung über den gemeinsamen Kauf eines Grundstücks bis zum Bauabschluss wurde alles gemeinsam besprochen und finanziert.

Das Ergebnis: Eine wesentlich höhere Zufriedenheit als bei konventionellen Projekten und zudem eine spürbare Kostenentlastung.

Insbesondere der finanzielle Vorteil war in diesem Maß für viele Bauherren neu. Einsparungen der Baukosten um ca. 15% – 25% durch Synergieeffekte und deutliches Sparpotenzial durch ökologische Energiekonzepte waren keine Seltenheit. So konnten jetzt auch weniger finanzstarke Interessenten ihre eigenen Vorstellungen von Wohnqualität umsetzen.

Möglichkeiten dafür boten u.a. die sukzessive brachliegenden ehemaligen amerikanischen Kasernen. Nicht jede Gemeinde war über die Aufgabe der Umgestaltung erfreut. Die Kostenbelastung übertraf den Kassenbestand vieler Kommunen bei Weitem.

Im Rahmen dieses sich verändernden Umfelds fand ein stetiges Umdenken statt. Neben dem Wunsch nach Individualität und Kostenersparnis der Bauherren, erkannten nun auch Gemeinden und Städte zunehmend die Vorteile.

Aus dem alternativen Denkmodell war längst ein ernstzunehmender und wirtschaftlich reizvoller Weg zum Wohneigentum geworden:

  • Heute sind die Abläufe von der bloßen Interessengemeinschaft zur rechtlich eigenständigen Baugemeinschaft geübt.
  • Viele Architekten und Planer haben sich auf diese Zielgruppe spezialisiert.
  • In Städten und Gemeinden sind beeindruckende Projekte von Baugemeinschaften zu erleben, z.B. in Stuttgart www.stuttgart.de/baugemeinschaften  oder Frankfurt/Main buergerstadt.de/…. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen und ökologischen Konzepte machen längst Schule.
  • Die enge Zusammenarbeit mit zukünftigen Nachbarn schafft beste Voraussetzung für spätere Harmonie.
  • Baugemeinschaften schaffen Möglichkeiten auch für weniger finanzstarke Bauherren. Dadurch wird der Mietmarkt entlastet. Das bringt Vorteile für Städte und Gemeinden.
  • Mit altersgerechten Wohnmodellen wird der demographischen Entwicklung Rechnung getragen, z.B. in Berlin www.serviceportal-zuhause-im-alter.de/…  oder Bad Kreuznach www.wohnart-kreuznach.de. Dabei spielt immer mehr die alters- und sozialgemischte Struktur eine Rolle, d.h. Senioren, Familien, Singles bunt zusammengewürfelt und sich gegenseitig unterstützend.
  • Durch Synergieeffekte, z.B. in Projekten von Familien, werden Kosten gespart und soziale Netzwerke gebildet.

 

Die 4 Schritte zum persönlichen Wohntraum in einer Baugemeinschaft

Schritt 1: Interessengemeinschaft

Sind Bauwillige gefunden, deren Vorstellungen zusammen passen, bildet sich eine Interessengemeinschaft. Mit dieser verbinden sich noch keine rechtlichen, finanziellen oder sonstigen Pflichten.

Schritt 2: Planungsgemeinschaft

Jetzt wird es ernst. Sind sich die Interessenten einig, gemeinsam eine Baugemeinschaft zu bilden, geht es an die Beauftragung von Architekten und Planer. Da die Baugemeinschaft gemeinsam als Auftraggeber auftritt und somit finanzielle Verpflichtungen übernimmt, braucht sie eine Rechtsform. Meist ist dies eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die GbR.

Über die Rechtsformen und deren Vor- und Nachteile sollte sich die angehende Baugemeinschaft rechtlich beraten lassen.

Schritt 3: Bau(herren)gemeinschaft

Ist ein Grundstück gefunden, bildet sich mit dem Kauf die finale Baugemeinschaft. Ein Austritt sollte ab jetzt vermieden werden, da alle Mitglieder hohe finanzielle Verpflichtungen eingehen und Verantwortung tragen.

Den Rahmen des Vorhabens bildet ein Gesellschaftsvertrag, der Beteiligte, Investitionen und Entscheidungen regelt. Die Baugemeinschaft tritt jetzt an Stelle des üblichen Bauträgers auf und steht meist in direktem Kontakt zu Dienstleistern und Behörden. Das setzt auch ein hohes Maß an gegenseitigem Verständnis voraus, da jede Entscheidung gemeinsam getroffen oder zumindest gemeinsam getragen wird.

Schritt 4: Wohnungseigentümergemeinschaft

Mit Fertigstellung des Objektes wird aus der Baugemeinschaft eine Eigentümergemeinschaft oder Genossenschaft. Jetzt kommen auch viele Vorteile im sozialen Bereich zum Tragen. Die bereits intensiv geknüpften Netzwerke unterstützen das Einleben und nachbarschaftliche Kontakte.

 

Baugemeinschaften 2030 – ein Erfolgsmodell

Baugemeinschaften bieten auch in der Zukunft reizvolle Vorteile für Bauwillige und Kommunen.

Die Zahl der Interessenten steigt ständig. Auch die der weniger finanzstarken. Dies entlastet den Mietmarkt.

Aufgrund der demographischen Entwicklung finden auch altersgerechte Projekte stetigen Zulauf.

Entsprechend wächst die Anzahl der Städte und Gemeinden, die Baugemeinschaften intensiv fördern und bestimmte Projekte nur für diese Zielgruppe ausschreiben, z.B. Mannheim www.mannheim.de/….

Das bindet Bauwillige langfristig an die Region und fördert deren Image.

Fazit: Längst hat sich die Exotenidee zum nachhaltigen Erfolgsmodell für Bauherren und Kommunen entwickelt.

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Verzugszinsen aus dem Kaufvertrag geltend machen

April 17th, 2015 · Hausverkauf

In eigentlich jedem Kaufvertrag, der bei einem Notar beurkundet wird, befindet sich ein Passus über die anfallenden Verzugszinsen, wenn der Kaufpreis nicht fristgerecht gezahlt wird. Verzugszinsen sind im Ursprung bereits gesetzlich im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt, bei Verzugszinsen aus Kaufverträgen wird zwischen den beteiligten Personen unterschieden: Ist ein Verbraucher beteiligt, betragen die Verzugszinsen regelmäßig 5 Prozentpunkte über Basiszins, ansonsten oft sogar 8 Prozentpunkte über Basiszins.
So steht z.B. in dem beurkundeten Kaufvertrag: „Ist der Kaufpreis bei Fälligkeit nicht in voller Höhe gezahlt, schuldet der Käufer auf rückständige Beträge Zinsen von fünf Prozentpunkten über Basiszins, ohne dass es einer Mahnung bedarf. (…)“.

Aber wie verhält sich nun der Verkäufer, wenn der Käufer tatsächlich zu spät zahlt? Es ist nämlich ausdrücklich nicht Aufgabe des Notars, die Kaufpreiszahlung zu überwachen. Der Vorgang liegt so lange beim Notar in der Schublade, bis die Mitteilung vom Verkäufer eintrifft, dass der Käufer den Kaufpreis in voller Höhe beglichen hat. Erst dann wird in der Regel die Eigentumsumschreibung veranlasst.

Um aber nun Verzugszinsen geltend zu machen, muss der Verkäufer selbst zur Tat schreiten. Der Notar darf hier nicht eingreifen, da er zur Neutralität den Parteien gegenüber verpflichtet ist, somit darf er nicht für die eine Seite beratend tätig werden.

Der Verkäufer muss dem Käufer die entstandenen Verzugszinsen selbst in Rechnung stellen. Dabei genügt ein einfaches Schriftstück unter Bezug auf den Kaufvertrag, wonach Verzugszinsen in Höhe von XY Prozentpunkten über Basiszins ab Datum 123 anfallen. Darauf folgt eine Berechnung der nun fälligen Verzugszinsen mit Zahlungsziel.
Wichtig: Wenn der Kaufpreis beispielsweise am 15.04. fällig war, berechnen sich die Verzugszinsen ab dem 16.04. Es ist ratsam, dem Käufer mitzuteilen, auf welche Summe sich die Verzugszinsen aus dem Kaufvertrag zum Zeitpunkt des Schreibens addiert haben und welcher Betrag sich ab diesem Tag täglich dazu addiert.

Der Basiszinssatz ist im Übrigen abhängig vom sog. „Hauptrefinanzierungssatz“ der EZB (Europäische Zentralbank) und kann sich 2mal jährlich (01.01. und 01.07.) anpassen. Den aktuellen Basiszinssatz finden Sie hier.

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Hausbau in 5 Tagen dank 3D-Drucker

März 11th, 2015 · Hausbau

Die taz.de hat einen spannenden Artikel veröffentlicht: Chinesen drucken Luxus-Villa. Dahinter verbirgt sich die aus China stammende Idee, ganze Häuser mit einem 3D-Drucker herzustellen. Die Firma WinSun hat bereits erste Einfamilienhäuser hergestellt und jetzt sogar eine zweistöckige Villa produziert.

Die Idee ist nicht schlecht: Bauschutt wird recycelt, mit Zement und anderen Zugaben vermischt und daraus werden dann die Wände und Decken für das neue Haus gedruckt. Ein überdimensionaler 3D-Drucker formt haargenau die Bauteile, die vorher am Computer entworfen worden sind. Arbeiter montieren dann in wenigen Stunden die so entstandenen Bauteile auf der Baustelle mit Stahlträgern und Drahtgestellen. Die Hohlräume werden mit Isoliermaterial ausgespritzt. Fertig.

Klingt eigentlich ganz einfach. Aber ob diese Häuser auch sicher sind? Geschäftsführer Ma Yihe und der Bau-Ingenieur Ma Rongquan sind davon überzeugt und planen bereits, auch Brücken und sogar Wolkenkratzer mit dem Drucker herzustellen.

Interessant ist bei diesen Häusern vor allem der Preis. Eine zweistöckige Villa soll bereits ab (umgerechnet) 140.000 EUR zu haben sein. Auch der Ressourcen-Verbrauch der Häuser ist interessant: Die Firma WinSun geht davon aus, dass bei den Posten Material, Zeit und Arbeitskraft erheblich gespart wird.

Sicherlich wird es für Häuser dieser Art in Deutschland ein paar einflußstarke Pioniere geben müssen, damit es sich durchsetzt – sofern die vielen (Sicherheits)Auflagen überhaupt erfüllt werden können. Die Niederländer sind dem schon einen ganzen Schritt voraus und planen bereits das erste Grachtenhaus in Amsterdam.

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Immobilien kaufen und vermieten – ein Fazit

Januar 21st, 2015 · Finanzierung

Immer wieder überlegen Kapitalanleger, wohin mit dem Geld. Da ist der Gedanke, Immobilien kaufen und vermieten schnell gefasst. Doch dieses Unterfangen ist bei allen Möglichkeiten auch mit einigen Risiken verbunden. Wir haben dazu diesen Artikel gefunden: Immobilien kaufen und vermieten: Lohnt sich das?

Im Artikel wird sehr ausführlich beschrieben, was alles auf Sie zukommt, wenn Sie Immobilien kaufen und vermieten:

  • oft ist der tatsächliche Zustand der Immobilie nicht ausreichend bekannt. Man kauft gewissermaßen „die Katze im Sack“.
  • die einzigen Kosten, die man sich in der Zwangsversteigerung spart, sind die Maklerkosten. Im Umkehrschluss hätte der Makler aber auch dafür gesorgt, dass Sie den Ist-Zustand der Immobilie wirklich kennen und wissen, was für eine Immobilie Sie kaufen.
  • der Renovierungsaufwand, damit die Immobilie überhaupt angeboten werden kann.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, Immobilien zu kaufen und zu vermieten, sollte jedoch einen persönlichen Notfall-Plan haben, wenn

  1. die Immobilie nicht sofort vermietet werden kann, die Finanzierung aber bedient werden muss
  2. der Mieter die monatliche Miete nicht bezahlt, oder nur verzögert oder teilweise
  3. ein Mietnomade erstens keine Miete zahlt und zweitens die Immobilie ganz oder teilweise zerstört zurücklässt; hier fallen ggf. erneute Renovierungskosten an, um die Immobilie wieder vermietbar zu machen
  4. sich innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren längerfristige Leerstände ohne monatliche Mieteinnahme ergeben

Der Plan „Immobilien kaufen und vermieten“ klingt im ersten Gedanken vielleicht ganz gut, ist aber mit vielen Risiken verbunden, die gründlichst durchdacht sein wollen. Der beste Weg wäre, Immobilien von Geld zu kaufen bzw. zu finanzieren, das monatlich über ist. So fällt ein eventueller Zahlungsausfall nicht so sehr ins Gewicht. Immobilien sind immer eine langfristige Angelegenheit, wenn hier ein Mieter nicht zahlt, kann man den i.d.R. nicht mal einfach loswerden. Wenn z.B. Aktien mal an Wert verlieren, kann man diese relativ schnell abstoßen – der Verlust ist hier sofort sichtbar. Bei fremdvermieteten Immobilien kann man nie so ganz genau wissen, wem man sein sog. Betongold anvertraut.

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ImmobilienScout24 Mitgliedschaft – Das Rad neu erfunden?

November 12th, 2014 · Hausverkauf

Immobilienscout24 wirbt seit neuestem mit der sog. Mitgliedschaft: unbegrenzt viele Objekt inserieren, das eigene Logo an den Angeboten darstellen, Spitzenplatzierung für die eigenen Objekte und regionale Markdaten. Das ist der sog. Mehrwert, den Immobilienscout24 mit der Mitgliedschaft versucht zu verkaufen. Preisangaben findet man online nicht.

In einem eigenen Blogbeitrag stellt Immobilienscout24 die Mitgliedschaft vor: Die ImmobilienScout24 Mitgliedschaft – Immobilienvermarktung neu gedacht
So richtig neu ist an der Mitgliedschaft allerdings auf den ersten Blick nichts. Außer die Möglichkeit, unbegrenzt viele Objekt zu inserieren. Erwähnt wird außerdem ein Kontakt-Plus-Formular, das dem Makler qualifizierte Kontaktanfragen liefern soll, bei dem der Interessent bereits Auskunft z.B. über die finanzielle Situation gibt. Hier bleibt jedoch abzuwarten, wie diese Funktion von den Interessenten angenommen wird – immerhin sind handelt es sich um  ziemlich intime Daten. Die zuvor noch als Mehrwert angepriesenen Spitzenplatzierungen werden im gleichen Blogbeitrag gewissermaßen relativiert, denn wenn alle Mitglieder-Makler die Spitzenplatzierung inklusive haben, besteht kein Mehrwert mehr, sodass hier auf die wiederum kostenpflichtigen Schaufenster- oder Premiumplatzierungen zurückgegriffen werden muss.

Mit Verlaub, ein bisschen lustig wird es, als Herr Wohlfarth (Vice President Customer) erklärt, dass es bei Immobilienscout24 keine Einheitspreise gibt. Diese gibt es sehr wohl, und wenn man als Anbieter lange genug danach sucht, dann findet man diese auch, wie wir hier aufzeigen.

Als möglicher Neukunde von immobilienscout24 wird man von der Hotline genau zwei Dinge gefragt: In welchem Gebiet bieten Sie Immobilien an? Wie viele Objekte möchten Sie anbieten? Aufgrund dieser Aussagen liest der Immobilienscout24-Mitarbeiter den Preis aus der Preisliste ab. Verhandlungsmöglichkeit? Fehlanzeige.

Was genau Immobilienscout24 mit dieser Umstrukturierung erreichen will, ist nicht so ganz ersichtlich. Vielleicht merken sie gerade, dass inzwischen auch bei den Immobiliensuchenden angekommen ist, dass es auch Portale wie Immoweltoder Immonet gibt. Diese sind für den Makler deutlich günstiger und bringen unter’m Strich auch Nachfrage. Selbst wenn die zum Abschluss führende Anfrage bei den anderen Portalen vielleicht 1-2 Wochen länger auf sich warten lässt, zum Abschluss führt sie trotzdem – und das bei deutlich geringeren Kosten.

Gibt es unter unseren Lesern vielleicht einen Makler, der bereits Immobilienscout24-Mitglied ist und somit aus erster Hand berichten kann?

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Umfrage: Preiserhöhung bei immonet.de

Oktober 24th, 2014 · Hausverkauf

Aufgrund dieses Artikels haben sich viele Makler in den Kommentaren geäußert, dass sie ebenfalls von der Preiserhöhung bei dem Immobilienportal Immonet betroffen sind. Auf direkte Nachfrage bei Immonet gab es keine Auskunft über die aktuellen Preise. Und auch als möglicher Neukunde ist es sehr schwer, an Preisinformationen zu kommen.

Deshalb möchten wir direkt von den Kunden wissen: Um wie viel wurden Ihre Preise bei immonet.de erhöht?

Bitte senden Sie uns per eMail (an: umfrage-AT-grundbuchblog-PUNKT-de) Ihren alten Preis, Ihren neuen Preis, woher Sie kommen und welches Kontingent Sie bei immonet.de gebucht haben. Natürlich können Sie auch (anonym) unser Kontaktformular benutzen.

Die Ergebnisse werden wir im Grundbuchblog veröffentlichen – alle Einsendungen werden absolut vertraulich behandelt.

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Gewerbeimmobilien suchen und finden

September 30th, 2014 · Vermieten

Gewerbeimmobilien vermieten und/oder verkaufen kann wirklich eine Sisyphusarbeit sein. Hier zählt wohl noch mehr als im Privatkunden-Bereich: Lage, Lage, Lage!

Wo im privaten Bereich Mieter bzw. Käufer sich die Immobilie aussuchen, ist es bei Gewerbeimmobilien wohl eher so, dass die Immobilie sich den Mieter bzw. Käufer sucht.
Gewerbeimmobilien suchen läuft wohl in der Regel wie folgt ab: Jemand hat eine Geschäftsidee oder möchte sein vorhandenes Geschäft um ein weiteres Ladenlokal erweitern, normalerweise gibt es ganz spezielle Standortkriterien, die erfüllt werden müssen. Also sucht der Gewerbeinteressent nach einer Gegend, die die Standortkriterien erfüllt und macht sich genau dort auf die Suche nach zu vermietenden Gewerbeimmobilien.

Als Makler ist es sehr mühsam, eine Gewerbeimmobilie aktiv zu vermarkten. Außer auffälliger Außenwerbung und natürlich der Online-Präsentation gibt es wohl kaum etwas Wirksames. Natürlich gibt es Branchen, die hier oder da besser passen als andere. Aber da Gewerbetreibende in der Regel einen Standort haben, und nicht zwingend auf der Suche nach einem weiteren sind, ist es mühsam, alle in Betracht kommenden Branchen aktiv anzusprechen. Der Rechercheaufwand und Adresssuche übersteigen hier sicherlich bei weiterem die in Aussicht stehende Provision – denn ohne Vermittlung keine Provision.

Natürlich gibt es auch sog. Glücksgriffe. In Metropol-Regionen wie Düsseldorf, Hamburg, München oder auch Berlin sind sicherlich auch abgelegenere Ladenlokale oder Büroflächen „relativ einfach“ zu vermitteln, in den allermeisten Städten aber ist der Gewerbebereich ein eher zähes Thema.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema Gewerbeimmobilien suchen und finden gemacht? Haben Sie Tipps, wie sich Gewerbeimmobilien besser vermarkten lassen?

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Auf Immobilienscout24 die Kosten für Privatanzeigen finden: kundenfreundlich ist anders

Juli 15th, 2014 · Hausverkauf

Immobilienscout24 macht es privaten Anbietern besonders schwer, sich vorab über die Kosten zu informieren, die bei Schaltung eines Inserats auf einen zukommen.

Wenn man als privater Anbieter auf Immobilienscout24 eine Anzeige schalten will, kommt man wahrscheinlich über die Startseite auf den Reiter „Anbieten“. Hier muss man sich dann zunächst registrieren. Also kurz registriert, Bestätigung der eMail-Adresse und los geht’s.

1. Schritt: Vermieten/Verpachten oder Verkaufen. 2. Schritt: Wohnen oder Gewerbe. 3. Schritt: Wohnung oder Haus oder was auch immer auswählen. 4. Schritt: Adresse eingeben. 5. Schritt: Objekt mit allen Eckdaten beschreiben. 6. Schritt: Bilder oder Videos oder Grundrisse hinzufügen. 7. Schritt: Kontaktdaten einpflegen. 8. Schritt: Buchung auswählen.

Erst im letzten Schritt vor der Buchung, also bevor man vielleicht 1 Stunde Zeit damit verbracht hat, die Immobilie zu beschreiben etc., wird man auf die Kosten hingewiesen. Im Kleinstgedruckten wird auch auf die automatische Verlängerung der Laufzeit hingewiesen. Jedoch kann man die Schaltung nicht einfach mit einem Enddatum versehen, sondern muss das Inserat termingerecht selbst deaktivieren oder löschen. Sich vorher bzgl. der Kosten informieren? Fehlanzeige.

Die gute Nachricht ist: Wir haben einen „ganz einfachen Weg“ gefunden, wie man sich als privater Anbieter auch bei Immobilienscout24 vorab über die Kosten informieren kann:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den Preisinformationen für private Anbieter:

  1. Auf der Startseite ganz unten (noch unter der Werbung) finden sich in grau geschriebene Verlinkungen. Hier finden wir das erste mal „AGB’s und rechtliche Hinweise“.
  2. Auf der sich öffnenden Seite „Produkt- und Preisübersicht“ klicken.
  3. Wir gelangen zur tatsächlichen Preisübersicht für private Anbieter. Eigentlich ganz einfach.

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Immonet: Saftige Preiserhöhung für private Anbieter

Juni 10th, 2014 · Hausverkauf

Auch dieses Jahr drehen die drei großen Immobilienportale wieder ordentlich an der Preisschraube. Immonet beginnt das Jahr mit einer Preiserhöhung für private Anbieter.

Preis alt (Stand 11/2013) Preis neu (Stand 06/2014)
14 Tage Laufzeit Miete: 19,95 €
Kauf: —
Miete: 34,95 €
Kauf: —
4 Wochen Laufzeit Miete: 29,95 €
Kauf: 39,95 €
Miete: 44,95 €
Kauf: 64,95 €
3 Monate Laufzeit Miete: 59,95 €
Kauf: 99,95 €
Miete: 99,95 €
Kauf: 139,95 €

(Preise für private Anbieter, Preise gelten für Berlin, alle Preis inkl. MwSt.)

Immonet konfrontiert die privaten Anbieter somit mit Anzeigenpreisen, die im Schnitt um 27,- € (oder: durchschnittlich 59%) gestiegen sind. Und auch hier bleibt die Frage offen: Welchen Mehrwert erhalten die privaten Anbieter, mit dem diese Preiserhöhung gerechtfertigt wäre?

Bei den o.g. Preisen handelt es sich um die einfache Standard-Anzeige, sog. Top-Immo-Anzeigen sind noch mal teurer.

Den Artikel „Immobilienportale: Ein Vergleich der drei Großen“ haben wir entsprechend dieser neuen Preiserhöhung bei Immonet angepasst.

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Immobilienmakler als Dienstleister – Was gibt’s für’s Geld?

April 25th, 2014 · Immobilienmakler

Der Immobilienmakler ist ein klassischer Dienstleister. Die zu zahlende Provision ist der Lohn für die geleisteten Dienste. Doch es gibt nicht nur in der Höhe der zu zahlenden Provision zum Teil gravierende Unterschiede – auch im Umfang der Dienstleistung sollten Verkäufer wie Käufer  genauer hinsehen. Und hier geht es nicht nur um Verkaufsprovisionen, auch im Bereich der Vermietung gibt es große Unterschiede, welche Leistung Immobilienmakler für die Provision erbringen.

Bei der Vermietung geben die allermeisten Immobilienmakler an, dass zu ihren Leistungen zählt, die Besichtigungstermine zu koordinieren und wahrzunehmen sowie anschließend den Mietvertrag zu erstellen, auch die Bonitätsprüfung gehört zu den ausdrücklich genannten Leistungen und abschließend leitet der Immobilienmakler die Wohnungsübergabe und erstellt darüber ein Protokoll.

So weit, so gut. Ist aber irgendwie nichts Besonderes.

Es ist jedem Vermieter und auch Immobilienmakler zu wünschen, dass die Neuvermietung wieder und wieder so einfach klappt; doch wie kreativ wird der Makler, wenn auf herkömmlichem Weg kein solider Mieter gefunden werden kann? Wie steht der Makler zusätzlichem Zeiteinsatz bei z.B. offenen Besichtigungen gegenüber?

Und auch beim Verkauf sind teilweise große Unterschiede in der Maklerleistung zu finden. Der 08/15-Makler wird auch hier die gängigen Hebel in Gang setzen: Fotos machen (mehr oder weniger gut), Exposee erstellen (mehr oder weniger gut), Bestandskunden selektieren, ob das Objekt in Frage kommt. Daraus ergeben sich vielleicht ein paar wenige Besichtigungen. Parallel wird das Objekt in die Immobilienportale eingepflegt (mehr oder weniger gut). Und dann wird gewartet. Und zwar darauf, dass sich ein Käufer von selbst meldet. Wenn die Verkaufsaktivität ins Stocken gerät und der Verkäufer anfängt, Fragen zu stellen, wird wahrscheinlich der Preis reduziert.

Jede Immobilie unterscheidet sich von der anderen, und doch versuchen einige Anbieter jedes Objekt nach „Schema F“ abzuarbeiten. Dabei ist letztendlich der Verkäufer derjenige, der den Preis für eine halbherzige Vermarktung bezahlt; durch Abstriche beim Verkaufspreis, durch zu lange Vermarktungszeiten.

Immobilienanbieter sollten also immer überlegen, welche Leistung erhalte ich für die Provision? Welchem Immobilienmakler vertraue ich meine Immobilie an? Einen guten Eindruck können sich Verkäufer und Vermieter bei anderen Angeboten des Immobilienmaklers holen: Wie wird das Objekt präsentiert? Sind die Fotos gut? Werden vielleicht sogar Video-Sequenzen erstellt? Gibt es besondere Events bzgl. des Objekts? Welche Vermarktungskanäle nutzt der Immobilienmakler?

Immobilienmakler sollten als Dienstleister wahrgenommen werden, bei denen sich ein Preisvergleich durchaus lohnt.

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